
Beschaulichkeit und maritimes Flair an der ostfriesischen Nordseeküste
Ein Geheimtip für Familien, Naturfreunde, Ruhesuchende, Freizeitsportler und Wellnessbegeisterte
das ist der kleine, aufstrebende, ostfriesische Hafenort an der Nordsee mit restauriertem Sieltor, in dem sich in den letzten 15 Jahren sehr viel bewegt hat und immer noch bewegt.
Ursprünglich war Neßmersiel ein kleiner Sielort, ca 1.5 m bis 1,9 m über Meeresniveau mit einem historischen Siel, das von 1600 bis 1953 betrieben wurde. Es wurde 1599 als Nesser Zill erstmalig erfasst.
Der erstmals um etwa 1577 errichtete Hafen, im heutigen Ort rechts von der Dorfstraße/ Ecke Störtebekerstraße, musste wegen Verschlammung um 1700 aufgegeben werden.
Der anschließend näher zum Meer hin gebaute neue Hafen, dessen Hafenbecken sich beim Fährhaus befand, musste aus demselben Grund abermals näher zum Wattenmeer verlegt werden. Dies geschah 1969/70, als der Hafen an der heutigen Stelle errichtet und 1970 eingeweiht wurde.
Ab März 2008 gab es erneut Baumaßnahmen im Hafenbereich Neßmersiel. Die Frachterpier wurde um 35 Meter verlängert und das moderne, maritime Betriebsgebäude der Baltrum Linie, zwischen den Deichen, vor dem Ort Neßmersiel im Bereich des alten Hafens, fertiggestellt und bezogen.
Die Gemarkung Neßmersiel erstreckt sich auf ca 6,67 km2, die Bevölkerungzahlen betrugen 214 Einwohner im Jahr 1821, 1950 wurden 774 Bewohner gezählt, aktuell sind es 417 ( Stand 06.2008)
| 15.10.2008 |
Sicher sind die meisten Hunde ruhige und liebe Zeitgenossen. Dennoch besteht auf und an den Deichanlagen entlang der Nordseeküste ab sofort ein generelles Hundeverbot.
Wesentliche Voraussetzung für die Funktionstüchtigkeit des Deiches und damit der Schutz vor Sturm- und Orkanfluten ist eine feste Grasnarbe. Um diese zu gewährleisten, lässt sich die Deichacht von unzähligen Schafen und Lämmern helfen.
Die Schafherde sorgt für optimales Graswachstum und ist somit der beste Deichpfleger.
Hunde auf dem Deich sind daher nicht nur eine Gefahr für die Schafe, sondern indirekt auch für die Menschen im Hinterland.
„Und wenn der Hund angeleint ist?“, fragen viele Hundehalter immer wieder. „Auch das ist nicht erlaubt.“ Schafe sind Widerkäuer. Wenn sie auf den Deichanlagen liegend beim Widerkauen gestört werden, wird ihre Verdaueung unterbrochen – immer wieder. „Außerdem sind Schafe Fluchttiere. Allein der Ablick oder das Bellen eines ihnen fremden Hundes kann die Tiere in Panik versetzen“, erklärt Deichschäfer Hubert Humble. „Einzelne Tiere landen auf ihrer Fluch nicht selten in den Entwässerungsgraben am Fuße des Deiches oder in Zäunen und müssen dann jämmerlich ersaufen oder verenden, wenn sie nicht rechtzeitig entdeckt werden.“
Und noch eine Bedrohung geht von den Hunden aus: Wenn sie auf den Deichen ihr Geschäft hinterlassen, dann verbirgt sich darin nicht selten der Hundebandwurm. Beim Schaf verursacht er einen Wasserkopf. Das Schaf läuft irgendwann im Kreis und fällt tot um. Deichacht und Deichschäfer bitten Hundehalter daher um Verständnis und Rücksicht.
Die Hinweise der Deichacht sind also unbedingt zu befolgen.
Quelle: Anzeiger für Harlingerland